Wechselspiel
Was innen ist, wird außen gesehen, und durch das Sehen des Äußeren begreifst du, dass sich das Innere auch ändert. (ELSW Seite 33)
Die Welt ist eine Projektionsfläche wie eine Leinwand. Aus sich heraus ist sie völlig neutral. Wenn mich etwas beunruhigt, was ich sehe oder erfahre, dann ist Schuld aus meinem Unbewussten aufgestiegen und in Form von Angst auf die Leinwand der Welt projiziert. Sobald ich mich erinnere, dass die Angstprojektion von mir kommt, kann ich sie zurücknehmen und in Harmlosigkeit ruhen. Im Frieden Gottes kann ich fühlen, wie sich die grenzenlose Liebe unentwegt ausdehnt.
Das Wechselspiel zwischen diesen beiden Zuständen wird fortdauern bis zu dem Zeitpunkt, an dem dank unserer unbegrenzten Bereitwilligkeit die Schuld im Unbewussten vom Heiligen Geist vollständig transzendiert ist. Das Antlitz Christi in jedem Lebewesen zu sehen ist das Ziel.
