Begrüße dich selbst
Grüßt einander. In der Begrüßung füreinander begrüßt du dein SELBST, als ein Geist lebend mit MIR. Es gibt niemanden, den du antriffst, der nicht von MIR ist und deshalb gibt es niemanden, den du antriffst, der nicht auch du ist. Wie du ihn grüßt, grüßt du dich selbst. Schenke deinem Bruder Vertrauen und du schenkst demjenigen Vertrauen, der du bist. (ELSW Seite 174)
Auch Geduld, Hoffnung, Liebe und Ehre schenke ich meinem Bruder. Wenn ich demütig mit ihm bin, werde ich in ihm den wahren reinen Geist erkennen, der ich bin. Hier geht es also ums Einssein. Was ich über andere denke, denke ich über mich selber. Wie ich andere beurteile, beurteile ich mich selbst. Ich begegne immer nur mir selber, oder besser gesagt, jenseits der Erscheinung des Körpers begegne ich dem Sohn Gottes, der ich bin, wenn ich in meinem Nächsten nur ihn sehen will.
Was ich gebe, gebe ich mir selber. Was ich ohne Ende geben kann ist nichts Materielles, denn alles Materielle ist begrenzt. Einzig Gedanken sind unbegrenzt. Ich möchte also nur das geben, von dem ich möchte, dass es wieder zu mir zurückkehrt. Deshalb ist das eigene Denken ständig zu hinterfragen und was nicht im Einklang mit dem wahren Begehren des Herzens ist als bedeutungslos loszulassen. Die Welt loslassen und aus dem Traum der Angst erwachen ist das wahre Begehren des Herzens. Ich übe das, indem ich mich immerfort als heilende Gegenwart sehe, in dem Sinne, dass ich diese heilende Gegenwart als Gedanken der Vergebung in Frieden ausdehne.
