Durch die Wand

13.04.2026

"Dies ist eine Zeit der Stille, eine Zeit, um die Augen zu schließen. Dies ist eine Zeit für Ruhe, Entspannung, Atmung und Verlangsamung. Dies ist eine Zeit, um die Welt und Worte beiseitezulegen und um dich auf die Gefühle in dir zu konzentrieren.

Was bemerkst du, wenn du hinschaust und Bestandsaufnahme von deinen Gefühlen machst? Was siehst du, wenn du sie in deine Gegenwart einlädst?

ICH sage dir, dass du ohne Worte oder Umstände der Welt viele Gefühle in dir finden wirst. Es wird ein Gefühl von Schuld und ein Verlangen, Schuld abzuschieben, geben. Es wird Angst, ein Drang zur Verteidigung und der Gedanke des Angriffs geben. Es wird Traurigkeit, Einsamkeit und ein Gefühl des Abgeschnittenseins geben. Alle diese Gefühle wirst du in deinem Bewusstsein treibend vorfinden, ohne Anhaftung an ein bestimmtes Ereignis oder Ding.

Und jetzt geh tiefer. Tauch unter diese Gefühle, die du gefunden hast. Frag, was es dort sonst noch für dich zu sehen gibt. Du magst zu einem sehr persönlichen Gefühl zu kommen scheinen. Es mag fest erscheinen, wie eine Wand. Dieses Gefühl sagt dir, dass du bist, was du nicht bist, also bleib nicht stehen, um ihm zuzuhören. Bitte die Wand, sich wie eine Tür zu öffnen.

So, wie die Wand sich öffnet, geh hindurch, bereitwillig zu entdecken, was verborgen wurde. Wie du hindurchgehst, wirst du bemerken, dass du dich leichter fühlst, als ob schwere Bürden von dir genommen worden wären. Schreite weiter voran und beachte die Freude. Es ist ein Gefühl, das sich natürlich und leicht anfühlt. Steh dann ruhig im Raum, den du betreten hast. Bitte alles, was sich dort befindet, sich zu erheben und sich dir zu zeigen.

Was du jetzt im LICHT badend erfährst, ist die Wahrheit auf der Ebene des HERZENS. Dies ist, wer du bist."


Alle Gefühle, die ich außerhalb der Wand in mir gesehen habe, treiben in meinem Geist ohne Ursache, werden auf die Welt projiziert und scheinen dadurch eine Ursache zu bekommen. Für jedes Gefühl wird sich ein Szenario finden, welches das Gefühl zu erzeugen scheint, um seine Echtheit zu belegen. Dieser Kreislauf lässt meine Sicht an der Oberfläche haften und ich sehe alles durch diesen Filter in meinem Geist. Ich kann jederzeit innehalten und mich in Gedanken durch die Tür hindurch in meine stille Mitte begeben und von dort aus alle Dinge betrachten. Die Wand ist nur der Glaube an das falsche Selbst, das Ego. Ich kann es in Aktion beobachten und den Handlungen meines Körpers beiwohnen, ohne den Gefühlen glauben zu schenken. Schuld und andere Gefühle waren schon zuvor im Geist. Jetzt, wo ich sie auf die Welt projiziert sehe, kann ich die Welt von ihnen befreien, indem ich ihnen den Glauben entziehe.

Projektion ist der Mechanismus des Ego, die Schuld außerhalb zu sehen, ohne sie wirklich loszulassen. Wenn ich dieses Spiel durchschaut habe und nicht mehr mitspielen will, kann ich leicht durch die Wand hindurch zur inneren Kammer des Herzens voranschreiten. Was ich finden werde, ist das wahre Begehren des Herzens. In der Bibel spricht Paulus an dieser Stelle vom Frieden Gottes, der alles Verstehen übersteigt (NT Phil. 4,7) und vom Heiligen Geist wie folgt interpretiert wird: "Sei die LIEBE, die du bist und die LIEBE, die du bist, soll von dir erkannt werden. Frohlocke in der Dankbarkeit deines SELBST und es ist dein SELBST, DAS du in allen sehen sollst." (ELSW Seite 216)


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